Der SV Neresheim schlägt den VfL Gerstetten im Derby mit einerdisziplinierten Vorstellung mit 3;0. Nach einem Fehlpass von Stefan Fallabeck hatte Neresheims Denis Werner nach sieben Minuten die erste dicke Torchance, Denis Baum parierte aber zwei mal stark. Über weite Strecken des ersten Durchgangs kontrollierte Neresheim die Partie ohne wirklich gefährlich zu werden. Der VfL war zu ungenau im Passspiel und in den Zweikämpfen oft nur zweiter Sieger. Einige Abschlüsse von Werner konnte die Gerstetter Defensive noch blocken, nach 30 Minuten schlug es aber dann ein. Nach einem Fehler im Spielaufbau landete der Ball bei Werner, der Fahrt aufnahm und mit seiner Hereingabe den linken Fuß von Max Wanner fand, der volley ins kurze Eck zum 1:0 vollstreckte. Der VfL indes hatte auch danach bis zur Pause im Vorwärtsgang nichts zu melden, die SVN-Führung war verdient. Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht viel. Der SVN war zwar weit davon entfernt ein Offensivfeuerwerk abzubrennen, war aufgrund der Gerstetter Harmlosigkeit aber trotzdem beruhigt in Führung. So plätscherte die Partie so vor sich hin bis Werner in der 71. Minute bei einem Konter kurz vor der Grundlinie von Fallabeck getroffen wurde und der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied. Diesen schnappte sich der Gefoulte selbst und schob frech in die Mitte zum 2:0. Unbestritten war Werner einer der besten Spieler auf dem Platz, aber mindestens genau so sehr fiel er mit seiner übertriebenen Theatralik auf. Nach einer Schwalbe in der 75. Minute hätte der Angreifer auch durchaus die Ampelkarte sehen können – doch der Unparteiische lies nicht nur in dieser Szene eine konsequente Linie vermissen. So konnte Werner in der 80. Minute bei einem Konter nachlegen. Gegen die aufgerückte Gerstetter Defensive spielte er seine Geschwindigkeit aus und erzielte cool das 3:0. Erst danach hatte der VfL durch die eingewechselten Enes Say und Steffen Söllner die ersten echten Torabschlüsse. Überhaupt waren die drei eingewechselten Spieler ein Lichtblick an einem ansonsten weitesgehend ernüchternden Gerstetter Nachmittag. Ähnlich sah es auch VfL-Coach Sebastian Knäulein: „Wir sind gegen den Ball vor allem in der ersten Halbzeit gut gestanden, das 1:0 fiel aus dem Nichts. Aber über das ganze Spiel hatten wir nach vorne einfach viel zu wenig Durchschlagskraft.“
VfL: Baum – Seibold, Fallabeck (71. Söllner), Färber, Mack (62. Lichtfuß) – Kässmeyer, F. Eckardt (62. Say) – Hering, J. Eckardt, Evrensel – Yoldas
Vorschau:
So. 09.09.2018, 15 Uhr, VfL Gerstetten – FC Ellwangen