Die Partie auf dem Kunstrasenplatz auf den Reutenen entwickelte sich nur sehr zäh, denn beide Teams hatten im Spiel nach vorne große Probleme und so blieben Torraumszenen äußerst rar. So war es immer wieder dem auffälligsten Akteur der Gastgeber Sefa Baytemür vorbehalten für wenigstens etwas Gefahr zu sorgen, doch dem dribbelstarken Stürmer fehlte immer wieder die Unterstützung seiner Mitspieler. Die Gäste dagegen verpassten es die Ballverluste des AC Milan konsequent zu nutzen und so dauerte es bis zur 20. Minute zum ersten großen Aufreger, als Steffen Söllner ideal auf Marcel Kässmeyer spielte, dieser jedoch freistehend am herauseilenden Milan-Keeper Marco Neidlein scheiterte. Kurz vor der Pause hatten dann auch die Hausherren gleich zwei gute Möglichkeiten, doch nacheinander scheiterten sowohl Mohamed Osman als auch Baytemür an Gerstettens Torhüter Dennis Baum. In der 41. Minute kassierte der bereits verwarnte Gerstetter Enes Say nach seiner überharten Attacke gegen Tim Riedmeier zu Recht die gelb-rote Karte. Die schwache erste Hälfte sollte jedoch nach Wiederanpfiff schnell vergessen sein, denn ein Höhepunkt sollte den anderen ablösen. In der 52. Minute scheiterte Baytemür erneut an Baum, sein Nachschuss landete aus kürzester Entfernung im Gesicht von Andre Färber und der Schiedsrichter entschied zur Überraschung aller Beteiligten auf Elfmeter. Milans Kapitän Darko Cuckovic ließ sich dadurch überhaupt nicht beeindrucken und jagte den Strafstoß zum 1:0 in die Maschen. Danach kam die beste Phase der Gerstetter, die nun den Ball gut laufen ließen und so immer wieder in den Strafraum durchkamen. In der 58. Minute bediente Söllner nach tollem Solo den völlig freistehenden Kässmeyer, der keine Mühe hatte aus fünf Metern den 1:1-Ausgleich zu markieren. Die Gäste wollten nun mehr und ihr Coach Sebastian Knäulein wechselte mit dem wiedergenesenen Nico Hering einen zusätzlichen Stürmer ein. Doch auch Milans Trainer Dusko Cuckovic brachte mit Tobias Riek seinen Joker und dieser ließ sich nicht lange bitten, denn nur drei Minuten nach seiner Einwechslung nahm er den Steilpass von Amir Werner auf und vollendete zur 2:1-Führung (65.). Die Gäste verloren danach jegliche Ordnung und gestatteten dem Neuling einen Konter nach dem anderen. Das 3:1 in der 73. Minute war deshalb auch die logische Folge, als Baytemür sich einmal mehr über rechts durchsetzen konnte und Werner seine Hereingabe unhaltbar im Tor versenkte. Vom VfL Gerstetten kam erst einmal überhaupt keine Reaktion und doch führte ein Standard in der 84. Minute zum 3:2-Anschlusstreffer, als Kässmeyer den Freistoß aus dem Halbfeld maßgerecht auf Hering servierte und dieser per Kopf erfolgreich war. Die letzten Minuten der Partie waren dann von großer Hektik geprägt, denn die Gäste witterten ihre Chance und der AC Milan verteidigte mit viel Leidenschaft. Hering scheiterte in der Nachspielzeit nur äußerst knapp am aufmerksamen Milan-Torhüter und im Gegenzug scheiterte Riek mit seinem Gewaltschuss an der Latte. Doch immer noch war nicht Schluss und in der sechsten Minute der Nachspielzeit verhielten sich die Hausherren alles andere als clever, verursachten einen unnötigen Freistoß, der im Getümmel bei Söllner landete, der abzog und Hering lenkte das Leder per Kopf zum 3:3-Endstand ins Tor.
Quelle: HZ
VfL Gerstetten:
Baum – Färber, Felix Eckardt, Fallabeck, Lichtfuß (59. Hering) – Kässmeyer, Söllner, Felix Eckardt, Say – Follath (46. Seibold), Yoldas.
Vorschau:
So, 07.10.18 15:00 Uhr, VfL Gerstetten – TSG Hofherrnweiler 2